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Angebote entwickeln

Als Dienstleister für Menschen mit Unterstützungsbedarf sind Sie gefragt, Angebote zu überdenken, weiterzuentwickeln oder neu zu planen. Hier finden Sie erprobte Ansätze, Methoden und Instrumente, die Sie dabei unterstützen.

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Grundlagen

Was eine personenzentrierte, sozialraumorientierte Haltung ausmacht

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Eine personenzentrierte, sozialraumorientierte Ausrichtung stellt betroffene Personen konsequent ins Zentrum der Tätigkeit. Leistungen orientieren sich nicht an einer finanzierten Leistungspalette, sondern an den individuellen Bedürfnissen, Zielen und Lebenssituationen der Menschen.

Ausgangspunkt sind stets die Ressourcen der Person und ihres Umfelds: ihre Fähigkeiten, Talente, Erfahrungen und Anliegen – ebenso wie ihr Potenzial, sich aktiv in ihr Umfeld und das Gemeinwesen einzubringen.

In der praktischen Umsetzung sind folgende Aspekte zentral:

  • Partizipation und Gemeinwesenorientierung:
    Dienstleistungen werden gemeinsam mit den betroffenen Personen entwickelt. Ziel ist es, nicht nur individuelle Unterstützung zu leisten, sondern auch das Gemeinwesen zu stärken und soziale Beziehungen zu fördern.
  • Durchlässigkeit und Flexibilität:
    Angebote sind so gestaltet, dass Menschen einfach zwischen Unterstützungsformen wechseln können. Leistungen lassen sich rasch und treffend an veränderte Bedürfnisse oder neue Lebenssituationen anpassen.
  • Vernetzung und Kooperation:
    Angebote entstehen nicht isoliert, sondern in enger Zusammenarbeit mit Partnern wie anderen Organisationen, Behörden oder Hochschulen. Kooperation erhöht Qualität, Wirksamkeit und Reichweite der Unterstützung.
  • Inter- und transdisziplinäres Arbeiten:
    Fachpersonen aus unterschiedlichen Disziplinen bringen ihre Perspektiven ein, entwickeln gemeinsam Lösungen und gestalten zusammen mit den betroffenen Personen neue, bedarfsgerechte Arbeitsweisen.

Eine personenzentrierte, sozialraumorientierte Ausrichtung bedeutet damit einen Haltungs- und Perspektivenwechsel: weg von standardisierten Angeboten, hin zu flexiblen, kooperativen und ressourcenorientierten Unterstützungsformen im Lebensumfeld der Menschen.

Design Thinking: Methode zur Ideenentwicklung

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Design Thinking ist eine kreative Methode zur Entwicklung von Lösungen und neuen Ideen. Im Zentrum stehen dabei immer die Bedürfnisse der Menschen, für die ein Angebot, eine Dienstleistung oder ein Prozess gestaltet wird.

Co-Designing / Co-Creating:
Lösungen entstehen gemeinsam mit den Menschen, die sie später nutzen oder von ihnen betroffen sind. Fachpersonen und Nutzer:innen arbeiten auf Augenhöhe zusammen.

Iterativer Kreislauf:
Design Thinking folgt einem wiederkehrenden Prozess:

  • Bedürfnisse verstehen
  • Ideen entwickeln
  • Prototypen erstellen
  • Lösungen in der Praxis testen
  • Rückmeldungen aufnehmen und weiterentwickeln

Praxisnahe Anwendung:
Die Methode eignet sich besonders, um komplexe Fragestellungen praxisnah, lösungsorientiert und gemeinsam mit den Beteiligten zu bearbeiten.

Zukunftsplanung: Methode zur sinnstiftenden Ausrichtung

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Zukunftsplanung unterstützt Teams, Organisationen und Gemeinden dabei, eine sinnstiftende Ausrichtung zu initiieren und diese in konkrete Handlungsschritte zu übersetzen. Ausgangspunkt ist der gemeinsame Wille, bestehende Angebote weiterzuentwickeln oder neu auszurichten – hin zu einer wünschenswerten, positiven Zukunft.

Mit der Haltung und den Methoden der Zukunftsplanung werden Perspektiven geöffnet, Ziele geklärt und gemeinsam getragene Entwicklungsprozesse angestossen. So entstehen Angebote, die nicht nur fachlich fundiert sind, sondern auch langfristig Orientierung und Wirkung entfalten.

Planung

Planungsinstrumente: Integrierte Versorgung für Menschen im Alter

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Diese Planungsinstrumente helfen Ihnen, die integrierte Versorgung für Menschen im Alter strategisch und zukunftsorientiert zu gestalten – von der Analyse über die Konzeptentwicklung bis zur konkreten Umsetzung.

Kategorisierung der Wohnformen im Alter

CURAVIVA hat fünf Wohnformen im Alter definiert. Das Faktenblatt unterstützt Sie dabei,

  • bestehende Angebote einzuordnen,
  • Versorgungslücken im Sozialraum zu erkennen und
  • strategische Diskussionen mit Kantonen, Gemeinden und Partnern auf eine gemeinsame Begriffsbasis zu bringen.

Kategorisierung Wohnformen | Faktenblatt | CURAVIVA | 2022

Betreutes Wohnen im Alter

Diese Studien zeigen auf, inwiefern der Bedarf an spezifischen Pflege- und Betreuungsleistungen in intermediären Wohnformen variiert. Sie erhalten

  • eine Übersicht über Modelle des betreuten Wohnens in der Schweiz,
  • Erkenntnisse zu Kosten, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit sowie
  • Grundlagen für die Weiterentwicklung oder Neuausrichtung eigener Angebote.

Betreutes Wohnen in der Schweiz | Studie | CURAVIVA, senesuisse, Pro Senectute, Spitex | 2019
Kosten des betreuten Wohnens | Folgestudie | CURAVIVA, senesuisse, Spitex, ASPS | 2020

Wohnformen flex

Die Plattform wohnformen flex unterstützt Sie dabei, die passende Form des flexiblen Wohnens im Alter zu bestimmen. Sie bietet:

  • Orientierungshilfen zur Ausgestaltung flexibler Wohnangebote,
  • Unterstützung bei der Abgrenzung von Wohnen, Betreuung und Pflege sowie
  • eine praxisnahe Grundlage für konzeptionelle Entscheide.

Zur Plattform: Wohnformen flex

ELiA – Enable Living in Autonomy

Mit ELiA nehmen Sie eine strukturierte Standortbestimmung für Ihre Organisation vor. Das Instrument zeigt Ihnen,

  • wo Ihre Organisation in Bezug auf integrierte Versorgung steht,
  • in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht und
  • welche konkreten Massnahmen zur Optimierung sinnvoll sind.

Zu ELiA – Enable Living in Autonomy

Planungsinstrumente: UN-BRK Prozesse gestalten

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Auf der Webseite des Aktionsplans UN-BRK finden Sie eine Sammlung von guten Praxisbeispielen und konkreten Hilfsmitteln, wie Sie zur Umsetzung der UN-BRK beitragen können.
Zum Aktionsplan UN-BRK

Inklusive Arbeitsplätze schaffen

Unser Dossier «Berufliche Teilhabe fördern» bietet Ihnen eine fundierte Grundlage, um inklusive Arbeitsplätze zu planen und umzusetzen.
Zum Dossier

Inklusive Wohnangebote entwickeln

Das Projekt «Wohnen mit Vielfalt» fördert inklusive, sozialraumnahe Wohnmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die Webseite bietet:

  • praxisnahe Handlungsinputs zur Wohnungssuche,
  • konkrete Hinweise zur Gestaltung von Wohnen im Sozialraum sowie
  • Impulse für Kooperationen mit Vermieter:innen und lokalen Akteuren.

Zur Seite «Wohnen mit Vielfalt»

Planungsinstrument: Interprofessionelle Ausbildung

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Die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen ist Thema in nahezu jedem Ausbildungsplan des Gesundheits-, Sozial- und Hauswirtschaftsbereichs. Doch wie lassen sich Ansätze zur interprofessionellen Ausbildung in der Praxis entwickeln? Unsere Broschüre zeigt Wege auf.

Planungsinstrumente: Sozialraumorientierung in der Familienhilfe

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Eine sozialraumorientierte Ausrichtung stärkt Angebote der Betreuung und Begleitung, die in der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Familien ansetzen. Die folgenden Grundlagen unterstützen Sie bei der Umsetzung:

Werkstattbuch «Flexible Jugend- und Familienhilfe im Sozialraum»

Einführung in die Thematik mit Visionen, Praxisbeispielen, Kontakten und Dokumentationen.
→ Hilfreich für den Einstieg und die konzeptionelle Weiterentwicklung sozialraumorientierter Angebote

Informationspapier «Sozialraumorientierung»

Zeigt Nutzen, Voraussetzungen und Wirkungslogik sozialraumorientierter Ansätze auf.
→ Hilfreich für strategische Entscheide und die interne Argumentation

Umsetzung in der Begleitung

Ressourcen des Sozialraums systematisch erkennen und nutzen

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Um Angebote personenzentriert weiterzuentwickeln, ist es entscheidend, den Sozialraum von Menschen mit Unterstützungsbedarf bewusst wahrzunehmen. Dabei geht es nicht nur um bestehende Dienstleistungen, sondern um formelle und informelle Ressourcen wie Nachbarschaften, Vereine, Treffpunkte, Unterstützungsnetzwerke oder engagierte Einzelpersonen.

Dieses zweiteilige Tool unterstützt Sie dabei, Ressourcen strukturiert zu erfassen, gemeinsam zu reflektieren und gezielt einzubeziehen.

Ressourcenprofil des Sozialraums
Die Beschreibung des Ressourcenprofils zeigt, wie der Sozialraum systematisch betrachtet werden kann und welche Dimensionen relevant sind (z. B. soziale, räumliche, institutionelle und persönliche Ressourcen).
→ Hilfreich, um den Sozialraum ganzheitlich zu verstehen und eine gemeinsame Sicht im Team zu entwickeln

Tool 1: Ressourcenlandkarte
Mit der Ressourcenlandkarte erfassen Sie vorhandene Ressourcen visuell. Orte, Personen und Angebote im Sozialraum werden gemeinsam eingezeichnet und diskutiert.
→ Hilfreich, um verborgene Potenziale sichtbar zu machen und Anknüpfungspunkte für Teilhabe zu erkennen

Tool 2: Reflexionskatalog
Der Reflexionskatalog unterstützt die vertiefte Auseinandersetzung mit den identifizierten Ressourcen. Er hilft, deren Bedeutung, Zugänglichkeit und Nutzungsmöglichkeiten einzuschätzen.
→ Hilfreich, um Ressourcen nicht nur zu sammeln, sondern strategisch in die Begleitung einzubeziehen

Beispiele zum Einsatz der Tool
Die Praxisbeispiele zeigen konkret, wie Institutionen die Instrumente in unterschiedlichen Kontexten nutzen.
→ Hilfreich für den Einstieg und zur Übertragung auf die eigene Praxis

Beispiel Ressourcenprofil
Das grafische Beispiel eines Ressourcenprofils veranschaulicht, wie Ergebnisse übersichtlich aufbereitet werden können.
→ Hilfreich für Dokumentation, Teamarbeit und den Dialog mit Partnern

Personzentriert und sozialraumorientiert denken und handeln

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Diese Tools unterstützen Sie dabei, personenzentriertes und sozialraumorientiertes Denken und Handeln verständlich zu vermitteln, praktisch umzusetzen und nachhaltig im Alltag Ihrer Institution zu verankern.

Persönliche Zukunftsplanung verständlich erklärt

Der kurze Animationsfilm zur Persönlichen Zukunftsplanung des Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung vermittelt anschaulich,

  • was Persönliche Zukunftsplanung ist,
  • was sie für betroffene Personen bedeutet und
  • wie sie konkret umgesetzt werden kann.

Zum Video «Persönliche Zukunftsplanung»

Personzentriertes Denken praktisch anwenden

Der Leitfaden «Heute stehe ich im Mittelpunkt» von WINklusion, dem Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung Schweiz bietet

  • Denkanstösse für eine personenzentrierte Haltung,
  • Methoden und Arbeitsblätter zum konkreten Handeln
  • und inspiriert zum Ausprobieren und Anwenden.

Heute stehe ich im Mittelpunkt | Arbeitsinstrument | WINklusion | 2021

Personzentrierung in Pflege und Betreuung umsetzen

Der Leitfaden «Der Mensch im Zentrum» zeigt praxisnah, wie personenzentrierte Pflege und Betreuung in der Langzeitpflege umgesetzt werden kann. Er bietet

  • konkrete Orientierung für den Pflege- und Betreuungsalltag,
  • Anregungen zur Reflexion von Haltung und Vorgehen sowie
  • Raum, eigene Ideen und institutionelle Ansätze zu ergänzen.

Der Mensch im Zentrum | Leitfaden für Personenzentrierung | CURAVIVA | 2024

Inclusion-Check

Inclusion-Check: Messen Sie, wie inklusiv Ihre Organisation ist

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Das Tool «Inclusion-Check» unterstützt Sie dabei, den Stand der Inklusion in Ihrer Organisation zu messen und gezielt zu verbessern. Fördern Sie eine Kultur, in der sich alle Mitarbeitenden wertgeschätzt und akzeptiert fühlen.

Was das Tool bietet

  • Anonyme Mitarbeitendenumfragen: Sammeln Sie ehrliches Feedback zur Inklusion in Ihrer Organisation.
  • Individuelle Rückmeldungen: Jede teilnehmende Person erhält nach der Umfrage eine individuelle Auswertung und persönliche Handlungsempfehlungen.
  • Umfassende Organisationsauswertungen: Erhalten Sie detaillierte Berichte zur Inklusion auf verschiedenen Ebenen Ihrer Organisation.
  • Mehrsprachigkeit: Das Tool steht Ihnen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch zur Verfügung.

Welchen Nutzen Sie daraus ziehen

  • Erhöhte Arbeitgeberattraktivität: Steigern Sie die Zufriedenheit und Bindung Ihrer Mitarbeitenden.
  • Besseres Talentmanagement: Erschliessen Sie neue Talentpools und fördern Sie eine diverse Belegschaft.
  • Zufriedenheit Ihrer Anspruchsgruppe: Passen Sie Ihre Dienstleistungen an die Bedürfnisse Ihrer vielfältigen Klientel an und verbessern Sie die Bindung zu Menschen mit Unterstützungsbedarf.
  • Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften: Unterstützen Sie Ihre Organisation dabei, rechtliche Anforderungen zu erfüllen.

Wie Sie konkret vorgehen

  1. Onboarding: Registrieren Sie sich in wenigen Minuten.
  2. Konfiguration: Konfigurieren Sie die Umfrage in Ihrem Cockpit. Legen Sie Start, Ende und Umfragegruppen fest und verteilen Sie den Umfragelink an die Teilnehmenden.
  3. Durchführung: Teilnehmende füllen den anonymen Fragebogen aus und erhalten direkt im Anschluss ein individuelles Feedback.
  4. Reporting: Laden Sie nach Ablauf des Umfragezeitraums die Gesamtauswertung in Ihrem Cockpit herunter.

Gratis Basisversion und Inclusion-Check PLUS

  • Basisversion: Kostenlos für alle Organisationen. Sie erhalten Zugang zum Inclusion-Check, einschliesslich der anonymen Mitarbeitendenumfrage und der grundlegenden Organisationsauswertung.
  • Inclusion-Check PLUS: Für detailliertere Auswertungen über mehrere Team-/ Abteilungsebenen steht Ihnen der Inclusion-Check PLUS zur Verfügung. Die Lizenzkosten beginnen bei CHF 7.00 und variieren je nach Anzahl der Nutzer und Nutzerinnen.

Inclusion-Check | Broschüre | ARTISET | 2024

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Kooperationen

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