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Stellungnahme

CURAVIVA reicht Stellungnahme zur Agenda Grundversorgung ein

CURAVIVA hat gemeinsam mit ARTISET eine Stellungnahme zum Fachbericht Agenda Grundversorgung beim Bundesamt für Gesundheit eingereicht. Darin würdigen CURAVIVA und ARTISET die Stossrichtung des Berichts, fordern jedoch eine klarere strategische Ausrichtung und eine konsequentere Einbindung der Langzeitpflege und der geriatrischen Expertise.

Hintergrund und politischer Kontext

Mit der Agenda Grundversorgung verfolgt der Bund das Ziel, die medizinische und pflegerische Versorgung langfristig sicherzustellen. Ausgangspunkt sind der demografische Wandel, die Zunahme chronischer Erkrankungen sowie der zunehmende Fachkräftemangel. Der vom Bundesamt für Gesundheit erarbeitete Fachbericht enthält rund 50 mögliche Massnahmen in zwei Handlungsfeldern und dient als Grundlage für die weiteren politischen Arbeiten. CURAVIVA und ARTISET waren aktiv in die Erarbeitung eingebunden und konnten insbesondere Anliegen der stationären Langzeitpflege einbringen.

Zentrale Einschätzungen aus der Stellungnahme

CURAVIVA und ARTISET anerkennen, dass der Bericht zentrale Herausforderungen der Grundversorgung aufnimmt. Kritisch wird jedoch festgehalten, dass eine gemeinsam entwickelte Vision fehlt, wie sich die Grundversorgung künftig insgesamt organisieren soll. Dadurch wirken die vorgeschlagenen Massnahmen nur teilweise aufeinander abgestimmt.

Im Handlungsfeld A, das sich mit neuen Versorgungsmodellen und der Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen befasst, wurde – dank dem Engagement von CURAVIVA und ARTISET - die Langzeitpflege im Verlauf der Arbeiten stärker berücksichtigt. Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Langzeitpflege ein zentraler Pfeiler der Grundversorgung und erfordert eine gezielte Stärkung der geriatrischen und gerontopsychiatrischen Expertise – sowohl in Pflegeheimen als auch in der ärztlichen Versorgung.

Im Handlungsfeld B, das auf die Sicherstellung der ärztlichen Grundversorgung fokussiert, bleibt die Langzeitpflege hingegen weitgehend ausgeblendet. CURAVIVA und ARTISET weisen in der Stellungnahme darauf hin, dass damit das Potenzial der Langzeitpflege zu wenig berücksichtigt wird. Für eine wirksame Entlastung der Grundversorgung braucht es klare rechtliche Rahmenbedingungen sowie eine sachgerechte Abbildung der in der Langzeitpflege erbrachten medizinischen und pflegerischen Leistungen.

Zudem betonen CURAVIVA und ARTISET, dass der Fachkräftemangel nicht isoliert im Gesundheitswesen betrachtet werden darf. Massnahmen zur Stärkung der Grundversorgung müssen auch die Auswirkungen auf den Sozialbereich berücksichtigen, um bestehende Engpässe nicht weiter zu verschärfen.

Weiteres Vorgehen

Ab Anfang 2026 sollen die im Bericht vorgeschlagenen Massnahmen priorisiert und eine Roadmap für die Umsetzung erarbeitet werden. CURAVIVA und ARTISET werden sich auch in diesem nächsten Prozessschritt aktiv einbringen und die Interessen ihrer Mitglieder weiterhin konsequent vertreten.

Mehr Informationen auf der Website des BAG

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