WOHNEN KÖNNEN MÜSSEN nach der Jugendhilfe – zwischen Begleitung und Autonomie
Am 26. Februar 2026 fand zum sechsten Mal der Workshop «Leaving Care – Vernetzen & Bewegen» statt. Unter dem Schwerpunkt «Wohnen als zentrales Element im Übergang» haben Fachleute diskutiert und sich über die Kantonsgrenzen hinweg vernetzt. Lesen Sie unseren Rückblick mit spannenden Erkenntnissen.
Bereits zum sechsten Mal hat das Kompetenzzentrum Leaving Care (KLC) «vernetzt und bewegt» und gemeinsam mit Praxispartnerinnen von Qualifutura und ÜBER18 sowie Forschenden der Fachhochschule ZHAW und OST einen Workshop in St. Gallen durchgeführt.
Die diesjährige Thematik «WOHNEN KÖNNEN MÜSSEN nach der Jugendhilfe – zwischen Begleitung und Autonomie» hat viele Fachpersonen aus der Praxis, Forschung und Verwaltung sowie Erfahrungsexpert:innen angesprochen und motiviert, sich mit der Platzierung und Unterbringung unter dem Aspekt Wohnen auseinanderzusetzen.
Mit fünf spannenden Inputs konnten wir eine gute Basis für angeregte Diskussionen und Austausche schaffen:
- Theoretische Rahmung durch Miriam Meuth von der HSLU
- wobb – Wohnen, Begleiten, Befähigen von Lukas Eckhardt und Julia Ramseyer
- JuBe BS - Anlaufstelle für junge Menschen bis 25 von Madeleine Forrer
- Stiftung Domicil – ein Zuhause für alle von Claudia Biagini
- Amilcare – Foyer e Centri per Adolescenti von Maura Grossi & Gian Paolo Conelli
Erkenntnisse des Workshops
Einige wichtige Erkenntnisse aus dem Workshop haben wir für Sie zusammengefasst:
- «Platzierungsorte» werden zu Wohn- und Lebensmittelpunkten (auf Zeit).
- Wohnen bedeutet nicht automatisch ein Zuhause zu haben oder sich zuhause zu fühlen.
- Der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum ist eine grosse Herausforderung für junge Menschen.
- Wohncoaching ist vielseitig: Vermittlung von Wissen rund ums Wohnen, Stärkung von finanzieller Bildung, Verbindlichkeit und Kooperation, Unterstützung bei der Wohnungssuche, Begleitung im realen Leben.
Für das Begleiten von Care Leaver:innen in eine SELBSTBESTIMMTE Lebensführung ist der Lebensbereich WOHNEN zentral.
Ein herzliches Dankeschön an die rund 50 engagierten Teilnehmenden und Referierenden. Wir nehmen viel mit, haben andere Modelle kennengelernt, sehen Wohnen mit einem anderen Fokus – und bleiben im Dialog für mehr Chancen- und Rechtsgleichheit von Care Leaver:innen.