Professionelles Arbeiten zwischen Selbstbestimmung und Zwang
Worum es geht
Fachpersonen, die Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Menschen mit Behinderung begleiten und betreuen, bewegen sich täglich im Spannungsfeld von Selbstbestimmung und Zwang. Ihre Entscheidungen können weitreichende Folgen für die betroffenen Menschen haben – manchmal über Generationen hinweg. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hilft, gängige Praktiken kritisch zu hinterfragen und das eigene Handeln bewusster zu gestalten. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 76 «Fürsorge und Zwang – Geschichte, Gegenwart, Zukunft» wurden in 29 Forschungsprojekten fürsorgerische Eingriffe und ihre Auswirkungen untersucht.
Zielgruppen
Diese Inhalte erwarten Sie
An der Fachtagung erfahren Sie, welche Erkenntnisse daraus für Ihren Berufsalltag relevant sind. Sie setzen sich mit aktuellen Herausforderungen auseinander, reflektieren professionelle Handlungsspielräume und erhalten Impulse für Ihre tägliche Arbeit.
Das erwartet Sie
- Forschung mit Praxisbezug: Lernen Sie ausgewählte Erkenntnisse aus dem NFP 76 und deren Bedeutung für Ihren Berufsalltag kennen.
- Neue Perspektiven: Erfahren Sie, wie gesellschaftliche Normen, Finanzierungssysteme und Sprache das professionelle Handeln und die Betreuung beeinflussen.
- Impulse für den Alltag: Reflektieren Sie Ihren Umgang mit Selbstbestimmung, Zwang und Verantwortung und nehmen Sie konkrete Impulse für Ihre Praxis mit.
- Austausch auf Augenhöhe: Diskutieren Sie mit Fachpersonen, Forschenden und Menschen mit Erfahrungsexpertise.
Diese Veranstaltung wird simultanübersetzt.
Referierende
- Veronika Neruda, Co-Leiterin Programm «erinnern für morgen», Bundesamt für Justiz
- Urs Germann, Historiker und ehem. Mitglied der Leitungsgruppe des NFP 76, Leiter des Eidg. Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
- Margot Vogel Campanello, Professorin und Institutsleiterin IFSAR, Departement Soziale Arbeit OST
- Lukas Neuhaus, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut Professionsforschung und -entwicklung FHNW
- Alexandre Wullschleger, Assistenzarzt Hôpitaux Universitaires Genève
- Michael Marti, Partner Ecoplan AG
- Beatrice Kalbermatter, Stv. Leiterin Fachbereich Straf- und Massnahmenvollzug, Bundesamt für Justiz
- Simone Girard-Groeber, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut Integration und Partizipation FHNW
- Sophie Germond, KESB-Präsidentin und Friedensrichterin Kanton Freiburg
- Sandro Cattacin, Professor Département de Sociologie de l'Université de Genève
- und weitere
Veranstaltungsort
Eventfabrik
Fabrikstrasse 12
CH-3012 Bern
Hinweis
Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Preise für Mitglieder | Nichtmitglieder und wählen Sie entsprechend aus.
Studierende und Betroffene erhalten einen Rabatt von 50% auf den Nichtmitgliederpreis. Melden Sie sich per Mail (veranstaltungen@artiset.ch) oder nutzen Sie das Bemerkungsfeld bei der Anmeldung.
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