Professionelles Arbeiten zwischen Selbstbestimmung und Zwang
Die Resultate des Nationalfondsprogramm «Fürsorge und Zwang» helfen vergangene Praxis im Bereich der Unterbringung von Kindern und Menschen mit Behinderung zu verstehen und aufzuarbeiten. Sie fordern ebenfalls dazu auf, heutige Praxis in Bezug auf verschiedenen Themen zu reflektieren. Dies nehmen die beiden Branchenverbände INSOS und YOUVITA gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Leaving Care und in Zusammenarbeit mit dem Programm “Erinnern für morgen” des Bundesamtes für Justiz zum Anlass, eine Fachtagung zu organisieren.
Worum es geht
Die Inputs und Austauschgefässe richten sich an Fach- und Führungspersonen aus Institutionen, welche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Menschen mit Beeinträchtigungen begleiten, betreuen und pflegen.
Die Tagung bietet die Gelegenheit, ausgewählte Ergebnisse aus dem Nationalen Forschungsprogramm NFP 76 «Fürsorge und Zwang» kennenzulernen und diese gemeinsam mit den Forschenden sowie Fachpersonen aus der Praxis und Betroffenen im heutigen institutionellen Kontext zu reflektieren.
Anmeldung: Studierende und Betroffene erhalten einen Rabatt von 50% auf den Nichtmitgliederpreis. Melden Sie sich per Mail (veranstaltungen@artiset.ch) oder nutzen Sie das Bemerkungsfeld bei der Anmeldung.
Zielgruppen
Diese Inhalte erwarten Sie
- Normen und Professionalität: Welche Rolle spielen Normen im beruflichen Alltag und welchen Einfluss haben sie auf die Arbeit mit betroffenen Menschen?
- Auswirkungen von Finanzierungssystemen: Welche Anreize werden durch die Finanzierung von Leistungen gesetzt und wie können negative Konsequenzen dieser Anreize verhindert werden?
- Dokumentation, Archivierung und die Deutungsmacht des geschriebenen Wortes: Professionelles Handeln beinhaltet Dokumentation. Wie kann ein guter Umgang mit der Deutungsmacht in der Verschriftlichung gewährleistet werden? Und wie kann ein transparenter Umgang gelebt werden?
- Selbstbestimmung und Zwang: Wie gelingt die Auseinandersetzung in diesem Spannungsfeld mit betroffenen Personen? Wie bleibt man achtsam und aufmerksam in der professionellen Arbeit sowohl im psychiatrischen Kontext als auch im Kindes- und Erwachsenenschutz?
Die Teilnehmenden setzen sich unter anderem mit folgenden Fragen auseinander:
- Was haben historische Erkenntnisse mit meinem heutigen Arbeitskontext zu tun?
- Was lernen wir aus der Vergangenheit?
- Welche Entwicklungen sind für die Zukunft zentral?
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