BFI-Botschaft: Soziale Innovation und Berufsbildung gezielt stärken
ARTISET begrüsst die grundsätzliche Stossrichtung der BFI-Botschaft 2025–2028. Die vorgesehenen Mittel reichen jedoch nicht aus, um den wachsenden Herausforderungen in Bildung, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichem Wandel wirksam zu begegnen. Der Bund muss soziale Innovationen gezielt fördern und die Berufsbildung finanziell stärken.
Worum es geht
Mit der BFI-Botschaft 2025–2028 legt der Bundesrat die strategische und finanzielle Ausrichtung für Bildung, Forschung und Innovation fest. Vorgesehen ist ein Ausgabenwachstum von rund 2 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig steigen die Zahl der Lernenden und Studierenden, der Fachkräftemangel verschärft sich, und die Anforderungen durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und nachhaltige Entwicklung nehmen weiter zu.
Aus Sicht von ARTISET kommt diese Finanzierung einer realen Stagnation gleich.
Unsere Haltung: Mehr Mittel und klare Prioritäten
ARTISET erachtet den vorgesehenen finanziellen Rahmen als zu knapp bemessen. Die Teuerung führt dazu, dass die nominelle Erhöhung faktisch einer Nullrunde entspricht. Damit fehlen die Mittel, um:
- den steigenden Bedarf in Bildung und Weiterbildung zu decken,
- dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen,
- und die digitale sowie gesellschaftliche Transformation aktiv zu gestalten.
Soziale Innovation gezielt fördern
Die BFI-Botschaft anerkennt zwar die Bedeutung sozialer Innovationen, bleibt aber bei der konkreten Förderung ungenügend. Dabei sind soziale Innovationen zentral für:
- den gesellschaftlichen Zusammenhalt,
- die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UNO,
- sowie für neue Lösungen in Pflege, Betreuung, Inklusion und Teilhabe.
ARTISET fordert deshalb:
- ein Pilotprogramm zur Förderung sozialer Innovationen, das niederschwellig auch zivilgesellschaftliche Akteure unterstützt,
- ein Monitoring sozialer Innovationen, um Wirkung und Entwicklung systematisch zu erfassen,
- sowie eine spätere strukturelle Verankerung in der Förderlandschaft.
Berufsbildung und Weiterbildung stärker absichern
Die Berufsbildung ist ein Grundpfeiler des Schweizer Bildungssystems. Gerade die höhere Berufsbildung steht jedoch finanziell unter Druck und ist gegenüber rein schulischen Bildungswegen nicht gleichwertig ausgestaltet. Auch die vorgesehenen Mittel für die Weiterbildung reichen aus Sicht von ARTISET nicht aus, um Teuerung und steigende Anforderungen aufzufangen.
ARTISET fordert eine klare Stärkung der Berufsbildung sowie ausreichend finanzierte Weiterbildungsangebote.
Weiterführende Informationen
Die vollständige Stellungnahme von ARTISET zur BFI-Botschaft 2025–2028 finden Sie hier als PDF.