Weiterhin keine nationale Datengrundlage zu Kinderrechten
Der Ständerat lehnt eine Motion zur Verbesserung der nationalen Datengrundlage zu Kinderrechten ab. ARTISET und YOUVITA bedauern diesen Entscheid ausserordentlich.
An seiner Sitzung vom 5. März 2026 hat der Ständerat die Motion 22.4505 Müller-Altermatt «Datenlage zur Umsetzung der Kinderrechte verbessern» mit 20:17 Stimmen abgelehnt. Damit bleiben die Datenlücken im Gewaltschutz, der Kinder- und Jugendgesundheit, bei Kindern mit Behinderungen, im Bildungsbereich sowie im Asyl- und Migrationsbereich bestehen. Mit der Ablehnung der Motion ist aber nicht nur die Gesamtsicht auf die Umsetzung der Kinderrechte in weite Ferne gerückt, auch die Wirksamkeit der aktuellen Politik bleibt unüberprüfbar.
ARTISET und YOUVITA hatten in den letzten Jahren wiederholt gemeinsam mit anderen Organisatoren auf die fragmentierte Datenlage hingewiesen und die Dringlichkeit einer Gesamtsicht betont. Mit der Ablehnung wird das Problem nun auf die lange Bank geschoben. Eine zukunftsfähige Lösung ist das nicht.