Professionelles Arbeiten zwischen Selbstbestimmung und Zwang
Die Ergebnisse des Nationalfondsprogramm «Fürsorge und Zwang» fordern dazu auf, heutiges professionelles Handeln kritisch zu reflektieren. Zu diesem Zweck veranstalten INSOS und YOUVITA eine Fachtagung. Im Fokus der Tagung stehen konkrete Fragen aus dem Berufsalltag und deren Bedeutung für die zukünftige Praxis. Merken Sie sich das Datum: 5. Mai 2026!
Die Resultate des Nationalfondsprogramm «Fürsorge und Zwang» helfen vergangene Praxis im Bereich der Unterbringung von Kindern und Menschen mit Behinderungen zu verstehen und aufzuarbeiten. Sie fordern ebenfalls dazu auf, heutige Praxis in Bezug auf verschiedenen Themen zu reflektieren.
Dies nehmen die beiden Branchenverbände INSOS und YOUVITA gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Leaving Care und in Zusammenarbeit mit dem Programm «Erinnern für morgen» des Bundesamtes für Justiz zum Anlass, eine Fachtagung zu organisieren: «Professionelles Arbeiten zwischen Selbstbestimmung und Zwang. Was wir aus den Ergebnissen des NFP76 Fürsorge und Zwang lernen können»
Die Tagung bietet Ihnen die Gelegenheit, ausgewählte Ergebnisse aus dem Nationalen Forschungsprogramm NFP 76 «Fürsorge und Zwang» kennenzulernen und diese gemeinsam mit den Forschenden sowie Fachpersonen aus der Praxis und Betroffenen im heutigen institutionellen Kontext zu reflektieren.
Themenschwerpunkte der Tagung:
- Normen und Professionalität: Welche Rolle spielen Normen im beruflichen Alltag und welchen Einfluss haben sie auf die Arbeit mit betroffenen Menschen?
- Auswirkungen von Finanzierungssystemen: Welche Anreize werden durch die Finanzierung von Leistungen gesetzt und wie können negative Konsequenzen dieser Anreize verhindert werden?
- Dokumentation, Archivierung und die Deutungsmacht des geschriebenen Wortes: Professionelles Handeln beinhaltet Dokumentation. Wie kann ein guter Umgang mit der Deutungsmacht in der Verschriftlichung gewährleistet werden? Und wie kann ein transparenter Umgang gelebt werden?
- Selbstbestimmung und Zwang: Wie gelingt die Auseinandersetzung in diesem Spannungsfeld mit betroffenen Personen? Wie bleibt man achtsam und aufmerksam in der professionellen Arbeit sowohl im psychiatrischen Kontext als auch im Kindes- und Erwachsenenschutz?
Ausserdem setzen wir uns mit folgenden Fragen auseinander:
- Was haben historische Erkenntnisse mit meinem heutigen Arbeitskontext zu tun?
- Was lernen wir aus der Vergangenheit?
- Welche Entwicklungen sind für die Zukunft zentral?
Zielpublikum
Die Inputs und Austauschgefässe richten sich an Fach- und Führungspersonen aus Institutionen, welche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Menschen mit Beeinträchtigungen begleiten, betreuen und pflegen.
Datum und Ort
Die Tagung findet am 5. Mai 2026 in der Eventfabrik Bern statt und wird zweisprachig DE/FR durchgeführt.
Merken Sie sich den Termin.
Das Programm und die Anmeldung folgen bald.