Die Delegierten der Föderation ARTISET haben in Lausanne getagt
Zu den drei Branchenkonferenzen von CURAVIVA, INSOS und YOUVITA sowie der nachfolgenden Delegiertenversammlung von ARTISET am 24. Juni in Lausanne kamen 80 Delegierte zusammen. Sie entschieden über die statutarischen Geschäfte, hielten Wahlen ab, diskutierten die Weiterentwicklung der Föderation mit ihren Branchenverbänden und liessen sich zu strategischen Projekten auf den neuesten Stand bringen.
Branchenkonferenz CURAVIVA
An der Branchenkonferenz wurden die statutarischen Geschäfte für eine Diskussion der Zukunftsgestaltung von CURAVIVA genutzt. Zudem wurde insbesondere die Tarifierung bei EFAS mit den Delegierten thematisiert und vertieft besprochen. Dabei ging es auch um die aktuell laufende Vernehmlassung zu den Verordnungen, welche die Umsetzung von EFAS einspuren sollen. Wichtig ist den Mitgliedern dabei, dass mit diesen Verordnungen nicht Entscheidungen der Tarifpartner vorweggenommen werden, kein zusätzlicher administrativer Aufwand entsteht und keine Daten erhoben werden, ohne dass diese wirklich in die Tarifierung einfliessen (keine Daten auf Reserve).
Branchenkonferenz INSOS
An der Branchenkonferenz von INSOS stand ein wegweisender Entscheid im Fokus: Die Delegierten beschlossen, die Inklusionsinitiative zu unterstützen und befürworteten eine Mitwirkung an der anstehenden Kampagne. Die weiteren prozessualen Entscheide im Zuge der parlamentarischen Debatte wurden an den Branchenrat delegiert. Zuvor wählte die Versammlung Marcel Heuberger, CEO der Stiftung Mansio Münsterlingen, für die Amtsperiode 2026 bis 2029 neu in den Branchenrat. Nach Informationen zu Dalit Jäckel-Lang, der neuen Geschäftsführerin von INSOS, gab René Stalder von der Hochschule Luzern mit einem Werkstattbericht Einblick in das Projekt «Dienstleister der Zukunft». Zum Abschluss liessen sich die Delegierten gemeinsam mit jenen von YOUVITA durch Lorena Kegel vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) über die Relevanz des Elektronischen Gesundheitsdossiers (E-GD) orientieren.
Branchenkonferenz YOUVITA
Die Delegierten von YOUVITA befassten sich intensiv mit der Zukunftstrendmap der Föderation und dem spezifischen Fokus für den Kinder- und Jugendbereich. Zudem liessen sie sich gemeinsam mit den Delegierten von INSOS durch Lorena Kegel vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) über die Relevanz des Elektronischen Gesundheitsdossiers (E-GD) informieren. Ein zentrales Thema der Konferenz war der angekündigte Rücktritt von Marco Camus, der per Ende September als Präsident von YOUVITA und aus dem ARTISET-Vorstand zurücktritt, da er ab 1. Dezember 2026 die Leitung des Amtes für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich übernimmt. Die Konferenz wurde über den Rekrutierungsprozess der Nachfolge orientiert, welcher umgehend eingeleitet wird. Bis zu seinem Austritt wird Marco Camus die Geschicke des Branchenverbands wie bis anhin engagiert weiterleiten; die gebührende Verdankung seiner grossen Verdienste erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Delegiertenversammlung ARTISET
Den Abschluss des intensiven Konferenztages bildete die ordentliche Delegiertenversammlung von ARTISET, an der die statutarischen Geschäfte der Föderation zügig abgewickelt wurden. Die Delegierten genehmigten den Jahresbericht 2025, die Jahresrechnung (Einzelabschluss ARTISET) sowie erstmals auch die konsolidierte Jahresrechnung (inklusive Tochtergesellschaften). Ein wichtiges Traktandum bildete die Information zum Stand der Gremienreform, nach der im Frühling erfolgen internen Konsultation (die rege diskutiert wurde). Der Vorstand nahm einen zusätzlichen Prüfauftrag entgegen, den die Delegierten beschlossen haben. Ein Ausblick auf die künftigen Themenschwerpunkte rundete das Programm ab. Ein besonderer Höhepunkt am Nachmittag war das Grusswort von Roger Nordmann, neuer Staatsrat und Vorsteher des Departements für Gesundheit und Soziales des Kantons Waadt, welcher die Anwesenden in Lausanne willkommen hiess.