Mittagsveranstaltung

Den eigenen roten Faden bewahren – Erinnerungsarbeit in der stationären Erziehungshilfe

Übergänge und Veränderungen prägen das Aufwachsen in stationären Erziehungshilfen. Eine bewusste Erinnerungs- und Biografiearbeit hilft Kindern und Jugendlichen, ihre Lebensgeschichte zu bewahren und Zusammenhänge zu erkennen. Die YOUVITA-Mittagsveranstaltung stellt den neuen Praxisleitfaden sowie die MemoryBox vor und zeigt Möglichkeiten für die praktische Umsetzung.

Kinder und Jugendliche, die in stationären Erziehungshilfen aufwachsen, erleben Übergänge, Wechsel von Bezugspersonen und Veränderungen ihres Lebensortes. Dabei können persönliche Erinnerungen, Fotos, Dokumente und andere wichtige Erinnerungsstücke verloren gehen. Eine bewusste Erinnerungs- und Biografiearbeit unterstützt sie dabei, Erlebtes festzuhalten, Zusammenhänge in ihrer Lebensgeschichte zu erkennen.

Andrea Abraham, Leiterin des Instituts Kindheit, Jugend und Familie an der BFH Soziale Arbeit, beleuchtet in einem 30-minütigen Input unter anderem folgende Fragen:

  • Warum ist Erinnerungs- und Biografiearbeit für ausserfamiliär untergebrachte Kinder und Jugendliche wichtig?
  • Welche Rolle und Verantwortung haben Institutionen und Fachpersonen beim Festhalten und Bewahren von Erinnerungen?
  • Wie kann Erinnerungsarbeit verbindlich und gleichzeitig selbstbestimmt gestaltet werden?
  • Welche analogen und digitalen Instrumente eignen sich für den pädagogischen Alltag?
  • Wie unterstützt der neue Praxisleitfaden «Erinnerungs- und Biografiearbeit» Fachpersonen bei der Planung und Umsetzung?
  • Wie kann die MemoryBox genutzt werden, um persönliche Erinnerungen digital und langfristig zugänglich zu machen?

Anschliessend besteht Gelegenheit für Fragen und den gemeinsamen Austausch.

Wann und wo

Dienstag, 27. Oktober, von 11.30-12.30 Uhr, online

Die Teilnahme ist kostenlos.

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