Bewegungseinschränkende / freiheitseinschränkende Massnahmen reduzieren
Ein täglicher Spagat zwischen Freiheit und Sicherheit
Worum es geht
Fixierende Massnahmen wie Bettgitter oder Stecktische sind rechtlich heikel und ethisch herausfordernd. In der Langzeitpflege gilt es, zwischen Schutz und Selbstbestimmung sorgfältig abzuwägen. Pflege- und Betreuungsteams stehen dabei täglich vor der Aufgabe, individuelle Sicherheitsbedürfnisse mit dem Recht auf Bewegungsfreiheit in Einklang zu bringen, ohne dabei die Verantwortung für mögliche Risiken aus den Augen zu verlieren. In dieser Weiterbildung reflektieren Sie Einsatzgründe kritisch, lernen Alternativen kennen und gewinnen Sicherheit bezüglich Rechtsgrundlagen.
Diese Inhalte erwarten Sie
- Auseinandersetzung mit rechtlichen Rahmenbedingungen (Art. 383 E-ZGB)
- Reflexion biografisch geprägter Haltungen zu Sicherheit und Risiko
- Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für den Pflege- und Betreuungsalltag
- Vermittlung von Fachwissen zu Sturzrisiken und alternativen Schutzmassnahmen
Ihr Nutzen in der Praxis
Sie treffen begründete Entscheidungen im Umgang mit Fixierungen und dokumentieren diese rechtssicher. Sie erkennen Risiken früh, fördern Schutz durch alternative Massnahmen und stärken Ihre ethische Haltung. Setzen Sie sich aktiv für mehr Bewegungsfreiheit und Lebensqualität ein.
Zielgruppe
Pflegefachpersonen HF, FH, DNI und DN II, FaGe EFZ